Projekte

Vom Wettbewerbsgewinn bis zur preisgekrönten Publikation.

Jede Referenz erzählt Ausgangslage, Vorgehen und Ergebnis. Eine Auswahl unserer Projekte aus Stadt, Transfer und Kultur, die zeigt, wie wir arbeiten.

Stadt

Kandel 2025, Konzepte zur Innenstadtbelebung

Wie eine klassische Kommune ihre Innenstadt neu denkt, übertragbar auf andere Städte.

Ausgangslage

Die Stadt Kandel wollte ihre Innenstadt beleben und Leerstand begegnen. Ausgangspunkt war ein bestehendes Imagekonzept, das weiterentwickelt werden sollte.

Auftrag und Vorgehen

ato führte einen Workshop durch, in dem ein interdisziplinäres Team aus Stadtverwaltung und Künstler:innen das Imagekonzept mit spielerischen und kreativen Methoden weiterentwickelte. Die Ergebnisse wurden bei der öffentlichen Ausstellung „Stadt, Land, Fluss“ präsentiert und vom Publikum bewertet.

Ergebnis

Erste Leitideen und konzeptionelle Ansätze entstanden. Eines der Konzepte zur Belebung der Innenstadt wird ab 2026 umgesetzt, weitere sind in Planung.

Auftraggeberin
Stadt Kandel
Ort
Kandel
Zeitraum
August 2025
Beteiligte
Maike Denker, Sara Kim Haese, Lea Deutschmann, Benjamin Burkhard
Workshop · Kandel 2025
Stadt

Artini 2024 & 2025, Kunstbar als Leerstandsformat

Ein wiederholbares Format mit festem Ablauf, das Kommunen und Eigentümer:innen direkt beauftragen können.

Ausgangslage

Innerstädtischer Leerstand braucht erprobte Nutzungskonzepte. Eine leerstehende Ladenfläche und ein denkmalgeschütztes Gebäude sollten temporär neu bespielt werden.

Auftrag und Vorgehen

Ein interdisziplinäres Team aus Stadt, Kuration und Künstler:innen entwickelte die temporäre Kunstbar artini als wiederholbares Format. 2024 in einer dreistöckigen Ladenfläche in der Karlsruher Fußgängerzone, 2025 in einem denkmalgeschützten Gebäude in Rheinstetten, jeweils parallel zur art Karlsruhe.

Ergebnis

Ein Vernetzungsort für Kunstpublikum und Stadtgesellschaft. Die Ausgabe 2025 zeigte über 20 künstlerische Positionen in einer ortsspezifischen Ausstellung.

Auftraggeberin
Stadt Rheinstetten (2025)
Ort
Karlsruher Fußgängerzone (2024), Rheinstetten (2025)
Zeitraum
21.–24. Februar 2024 & 19.–23. Februar 2025
Kuration
Sabine Adler, Norina Quinte
Eröffnung · Artini 2024, Karlsruhe
Stadt

Flora Momentum, Wettbewerbsgewinn 2025

Eine Kunstinstallation aus Lentikular-Drucken und Spiegelelementen belebt den Stephanplatz.

Ausgangslage

Für die Belebung des öffentlichen Raums am Stephanplatz in Karlsruhe wurde ein gestalterisches Konzept gesucht.

Auftrag und Vorgehen

ato gewann 2025 den Wettbewerb mit „Flora Momentum“, einer Installation aus Lentikular-Drucken und Spiegelelementen. Künstlerische Arbeit: Hannah Cooke. Produktdesign: Jannik Lang. Konzept und Kuration: Norina Quinte.

Ergebnis

Umgesetzt wurden drei Sitzinseln, eine Tischinsel und ein großformatiges Gestaltungsmöbel als Stellwand, dazu 14 Lentikularbilder und Spiegelflächen. Seit Mai 2025 frei zugänglich.

Wettbewerb
2025 gewonnen
Ort
Stephanplatz, Karlsruhe
Zeitraum
ab Mai 2025 zugänglich
Beteiligte
Hannah Cooke, Jannik Lang, Norina Quinte
Flora Momentum · Stephanplatz Karlsruhe
Transfer

ARTCOM, Transfermethode mit dem KIT

Ein BMBF-Forschungsprojekt im Auftrag des KIT: eine agile Transfermethode aus Kunst und Wissenschaft.

Ausgangslage

Wissenstransfer zwischen Forschung und Gesellschaft braucht Methoden, die über klassische Formate hinausgehen. ARTCOM versteht Kunst als Treiber für die Transformation von Infrastrukturen und sozialen Prozessen.

Auftrag und Vorgehen

Im Forschungsprojekt ARTCOM entwickelt ato gemeinsam mit dem KIT eine agile Transfermethode, die wissenschaftliche und künstlerische Expertise verbindet. Künstler:innen und Wissenschaftler:innen arbeiten direkt mit Stadtplaner:innen und Technolog:innen zusammen.

Ergebnis

Eine übertragbare Transfermethode, dokumentiert und öffentlich verfügbar auf artcom.hub-bau.kit.edu. Angewendet unter anderem für die Kulturgrube an der Hochschule Karlsruhe.

Auftraggeber
KIT, Karlsruher Institut für Technologie
Förderung
BMBF-Forschungsprojekt
Projektleitung KIT
Tina Becker, KIT Innovation HUB
Beteiligte
Maike Denker, Benjamin Breitkopf, Kilian Kretschmer
Ort & Zeitraum
Karlsruhe, seit 2024
ARTCOM @ KIT · Transferformat in der Praxis
Kultur

WERKstattPALAST, Wissenschafts- und Kulturfestival am Rheinhafen

Was wir allein auf die Beine stellen, zeigt am besten, was wir für Kund:innen umsetzen.

Ausgangslage

Wie lässt sich ein öffentlicher Ort über Wochen als Treffpunkt für Kunst und Wissenschaft aktivieren? Der WERKstattPALAST näherte sich dem Thema (Infra-)Struktur aus vielen Perspektiven.

Auftrag und Vorgehen

ato konzipierte, baute und betrieb am Karlsruher Rheinhafen einen eigens errichteten Pavillon. Über zehn Wochen lief ein kuratiertes Programm aus Salons, Performances, Werkstätten und Dialogen, co-organisiert mit dem KIT Innovation Hub. Rund 190 Beitragende aus ganz Deutschland gestalteten das Programm mit.

Ergebnis

95 Veranstaltungen, über 5.500 Besucher:innen, mehr als 30 Expert:innen und über 70 Interviews.

Träger
Eigenproduktion ato
Ort
Karlsruher Rheinhafen
Zeitraum
12. August bis 15. Oktober 2022
Förderung
BMBF · Land Baden-Württemberg
Luftaufnahme · Karlsruher Rheinhafen 2022
Kultur

Haus Marlene Poelzig, Berlin

Eine preisgekrönte Publikation über den Abriss eines Hauses und Fragen der Gleichberechtigung in der Baukultur.

Ausgangslage

Das 1929–1930 von der Architektin und Künstlerin Marlene Poelzig in Berlin-Grunewald entworfene Wohn- und Atelierhaus wurde 2021 abgerissen. Das warf Fragen zur Gleichberechtigung in der Baukultur und zum Umgang mit kulturellem Erbe auf.

Auftrag und Vorgehen

ato übernahm die Mit-Herausgeberschaft der Publikation „Haus Marlene Poelzig, Berlin. Abriss und Aufbruch“ (Urbanophil Verlag): Netzwerk- und Redaktionsaufbau, Recherche- und Interviewformate, die Arbeit mit Originalschriftstücken und die Releaseveranstaltung mit künstlerischer Installation. Beteiligt waren über 20 Autor:innen sowie die Künstler:innen Francis Karat und Constanze Zacharias.

Ergebnis

Die Print-Publikation erschien im Juni 2025, das Release fand am 28. Juni 2025 im Kino Babylon Berlin statt. Ausgezeichnet mit dem Architectural Book Award 2025 des Deutschen Architekturmuseums und der Frankfurter Buchmesse. Breite Resonanz in Süddeutsche Zeitung, taz, Bauwelt und im Deutschlandfunk Kultur.

Rolle
Mit-Herausgeberschaft
Auftrag
Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen
Verlag
Urbanophil Verlag
Ort
Berlin-Grunewald
Zeitraum
2021 bis 2025
Auszeichnung
Architectural Book Award 2025
Publikation · Haus Marlene Poelzig, Berlin
Kultur

Orange Days, Intervention gegen Gewalt an Frauen

Eine künstlerische Intervention macht ein gesellschaftliches Thema im öffentlichen Raum sichtbar.

Ausgangslage

Mit „Hermanas Orange the World“ sollte geschlechtsspezifische Gewalt im öffentlichen Raum sichtbar gemacht werden, im Rahmen der UN-Kampagne „Orange the World“.

Auftrag und Vorgehen

Gemeinsam mit dem Künstlerkollektiv Francis Karat und dem Wissenschaftsbüro der Wirtschaftsförderung Karlsruhe verhüllte ato ausgewählte Denkmäler 16 Tage lang orange und verknüpfte sie über QR-Codes mit einer digitalen Ebene.

Ergebnis

Durch das starke visuelle Signal im Stadtraum entstand eine niedrigschwellige Aufmerksamkeit, die Wahrnehmung und Dialog anstieß. Berichterstattung unter anderem in BNN und ka-news.

Partner
Wissenschaftsbüro der Wirtschaftsförderung Karlsruhe
Künstler
Francis Karat (Kollektiv)
Ort
Karlsruher Innenstadt
Zeitraum
25. November bis 10. Dezember 2025 (16 Tage)
Hermanas Orange the World · Karlsruhe
Kultur

Rheinland-Pfalz Triennale 2026

Norina Quinte konzipiert und kuratiert die erste landesweite Kunst-Triennale in Rheinland-Pfalz, im Kuratorinnen-Duo.

Ausgangslage

Rheinland-Pfalz erhält erstmals ein landesweites Ausstellungsformat für zeitgenössische Kunst, das Ausstellungsräume neu erfahrbar macht und in den Dialog mit Geschichte tritt.

Auftrag und Vorgehen

Im Kuratorinnen-Duo mit Carolin Heel hat Norina Quinte (ato) die Triennale konzipiert und kuratorisch ausgelegt. Aus über 500 Einreichungen wählte das Kuratorinnen-Team mit einer Fachjury 53 künstlerische Positionen aus. Im Zentrum stehen neue Präsentationsformate und narrative Ansätze, die die klassische Ausstellungspraxis herausfordern.

Ergebnis

Premiere vom 24. April bis 31. Mai 2026 in Trier, mit Ausstellungsorten wie der Kunsthalle Trier, der Tuchfabrik TUFA, Off-Spaces und im öffentlichen Raum.

Rolle
Co-Kuratorin Norina Quinte (ato), mit Carolin Heel
Veranstalter
BBK Rheinland-Pfalz
Orte
Trier: Kunsthalle, Tuchfabrik TUFA, Off-Spaces
Zeitraum
24. April bis 31. Mai 2026
Auswahl
53 Positionen aus über 500 Einreichungen
Kuratorinnen-Team · Rheinland-Pfalz Triennale 2026